Nachrufe

Nachruf zu Prof. Dr. Beate Reetz

Die Fakultät Maschinenwesen der TU Dresden wie auch die Fördergesellschaft Erneuerbare Energien nehmen Abschied von der ehemaligen Professorin für Industrielle Energiewirtschaft, Prof. Dr.-Ing. habil. Beate Reetz, die am 10. Juni 2019 im Alter von 77 Jahren verstarb.

Beate Reetz wurde 1942 in Dresden geboren und begann bereits 1956 mit der Lehrausbildung zur Industriekauffrau Energieversorgung. Folgerichtig studierte sie ab 1959 Ingenieurökonomie an der Ingenieurhochschule für Elektroenergie Zittau und war bis 1964 als Kraftwerksingenieurin in Erfurt tätig.

Dr. Christoph Unger ist am 17. März 2019 verstorben. Der Kreis derer, die sich mit thermochemischer Vergasung von Biomasse befassen, verliert mit ihm einen der wenigen Chemiker, die sich fundiert und engagiert mit dieser Sonderform der Konversion von Kohlenwasserstoffen auseinandergesetzt haben. Als Forscher, Schnell- und Quer-Denker des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, Oberhausen, hat er seit den 1990er Jahren maßgeblich zur Wiederbelebung der Grundlagen der heute funktionstüchtigen Holzgas-Technologien beigetragen. Er faszinierte mit seinem Fundus und Abruf von spezifischem wie auch umfassendem Wissen und durch seine unkonventionelle Art, andere daran partizipieren zu lassen. Dr. Unger verband dabei Weit- und Umsichtigkeit ohne Eigennutz und mit viel Warmherzigkeit.

In tief empfundener Trauer

Der Vorstand der FEE und die Leitung der AG Biomassevergasung

Gründungsmitglied und Ehrenmitglied der Fördergesellschaft Erneuerbare Energien e.V.

 

Am Sonntag, den 9. September 2018, ist Professor Dr. sc. silv. Peter Haschke, unser Ehrenmitglied der Fördergesellschaft Erneuerbare Energien e.V. (FEE), gestorben. Der Verlust schmerzt.

Peter Haschke gehörte zu den sieben Aufrechten, die vor 25 Jahren die FEE Innovationsnetzwerk für Zusammenarbeit von Wissenschaft und damals neugegründeten innovativen Unternehmen schufen und strategisch auf die vollständige Transformation des Energiesystems zur Bewahrung der Lebensgrundlagen ausrichteten. Er regte uns an, das zuerst im Forstwesen entwickelte Prinzip der Nachhaltigkeit auf das Energiewesen als Kern des Klimaschutzes zu übertragen.

Dieser Impuls entstammte aus seiner Tätigkeit als ordentlicher Professor an der traditionsreichen Forstfachhochschule Eberswalde, wo er sich früh um eine moderne Forstwissenschaft in Verbindung mit der Forstwirtschaft bei der Einführung neuer Forsttechnik nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit beim Umbau der Wälder verdient gemacht hatte. 1990 wurde er von den über die neuen Bundesländer herziehenden Evaluatoren aus seiner Funktion entfernt und in eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme geschickt.