Lange Zeit waren sie im Bereich der Erneuerbaren Energien unterschätzt und in der Wohnungswirtschaft als monopolistisch geächtet: Wärmenetze. Dabei bieten sie für die deutschen Klimaschutzverpflichtungen, die dringend umgesetzt werden müssen, eine ideale Grundlage.

Gemeinsam haben BEE, AGFW und 8KU eine Studie erarbeitet, an der die FEE über ihren Vorstandsvorsitzenden Dr. Wagener-Lohse beteiligt war. Die Studie zeigt auf, dass im Umfeld der bestehenden Wärmenetze und mit Substitution der fossilen Quellen der aktuellen Fernwärme ein Verminderungspotenzial von etwa 40 Millionen Tonnen CO2 zu heben ist.

Die Aussage der Studie ist, dass die Gebäudeeigentümer durch erneuerbare Wärmelieferungen ihren Sanierungsaufwand minimieren können. Gleichzeitig können die kommunalen Lieferanten mit der vorhandenen und zu ergänzenden Infrastruktur weiter ihre Aufgabe der Daseinsvorsorge klimaschützend erfüllen.

Zur Nutzung dieser Chance schlagen die Autoren der Studie zehn Maßnahmen vor, die auf kommunaler, Landes- und Bundesebene ergriffen werden müssen. Dazu gehört die verpflichtende kommunale Wärmeplanung, mit der erst die kostengünstige Allokation von klimaschutzmaßnahmen im Wärmesektor gelingen kann. Auch die gezielte und umfassende Beratung der Gebäudeeigentümer durch neutrale Institutionen wäre ein wichtiger Schritt. Mit ausgearbeiteten Standardlösungen für Standardgebäudetypen käme eine sichtbare Dynamik in das Sanierungsgeschehen.