gestiftet von Ursula und Dr. Robert Steyrer, Berlin

 

 

Auswahlkriterien

 

  • Kleine und mittlere Unternehmen, Einzelpersonen in Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Wirklicher Neuigkeitswert der Innovation
  • Innovationshöhe im nationalen / internationalen Vergleich
  • Einsatzgebiet
  • Breite möglicher Anwendungen
  • Nachhaltigkeit (Energieeinsparung, Minderung klimaschädlicher Gase, Arbeitsplätze etc.)
  • Nachweis der erfolgreichen Machbarkeit / Demonstrationsprojekte
  • Zeitpunkt / Realität des Erreichens der vollen Marktfähigkeit, einschließlich Betriebswirtschaftlichkeit

 

 

Auswahlprinzipien

 

Die Gewinner des FEE- Innovationspreises Energie werden in einem öffentlichen, dreigliedrigen Verfahren nach einheitlichen Kriterien und Punktezahl ermittelt. Die Bewertung wird im Internet veröffentlicht. Die Auswahl treffen eine Jury, die elektronische Öffentlichkeit und – nur im Falle unterschiedlicher Voten – endgültig die Initiatoren.

Jury und Initiatoren urteilen nach bestem Wissen und Gewissen. Sie können sich von Fachleuten beraten lassen. Gutachten werden nicht eingeholt.

 


1.       Jury

 

Die Stifter U. und Dr. R. Steyrer und der Vorstand der FEE Fördergesellschaft Erneuerbare Energien e.V. als bundesweit agierender, gemeinnütziger Zusammenschluss von innovativen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Experten für Energieeffizienz und erneuerbare Energien sowie energiebezogenen Umweltschutz berufen eine Jury als erste Ebene.

Jedes Mitglied der Jury hat eine Stimme.

 

2. Interessierte Öffentlichkeit

 

Die zweite Ebene ist das über eine speziell für den Innovationspreis eingerichtete Internet-Plattform erreichbare interessierte Publikum, das über elektronische Medien diskutiert und sich nicht anonym äußert.

Für die Preisverleihung 2009 werden über einen Link auf der WEBSITE der FEE Auswahlkriterien und Bewertungskriterien des FEE- Innovationspreises Energie veröffentlicht.

 

3. Initiatoren

 

Die dritte Ebene bilden die Initiatoren, die Stifter Ursula und Dr. Robert Steyrer und der Vorstandsvorsitzende der FEE. Sie treten nur in Aktion, wenn Jury und Öffentlichkeit in ihrer Auswahl nicht übereinstimmen. Sie wählen unter den jeweils von Jury und Öffentlichkeit höchstplatzierten Bewerbern die Sieger und Preisträger. Jeder der Initiatoren hat eine Stimme. Die in einfacher Mehrheit getroffene Entscheidung ist endgültig und juristisch nicht anfechtbar.

 

4. Regeln

 

Jury und (elektronische) Öffentlichkeit urteilen nach gleichen Kriterien und einheitlichem Punktesystem. Das Urteil beider ist gleichwertig.

 

Die Bewertung hat exakt und allein nach dem vorgegebenen einheitlichen Bewertungs- und Punktesystem zu erfolgen. Andere Verfahren werden nicht berücksichtigt.

 

Für die Juroren und die Initiatoren ist Stimmenthaltung nicht zulässig.

 

Die Bewertungen der Jury und der Öffentlichkeit sowie das eventuell notwendige Abstimmungsergebnis der Initiatoren werden auf der Internet-Plattform veröffentlicht.

Die Kriterien und das Punktesystem werden vorab veröffentlicht.

 

Jede Bewerbung wird innerhalb von spätestens zwei Wochen ins Internet gestellt.

 

 

Begründung

 

Auf diese Weise wird ein hohes Maß an Objektivität erreicht. Von Anfang an besteht Transparenz nach allen Seiten. Die Innovationen und Erfindungen werden über die gesamte Zeit des Wettbewerbs publik gemacht.

Die Bewerber müssen sich der Öffentlichkeit stellen und müssen bei unkorrekten Angaben in der Bewerbung mit publizierter Kritik rechnen. Eventuelle Anfeindungen durch unlautere Konkurrenten der Bewerber sind erschwert.

Die Initiatoren und die Jury können subjektive Fehlurteile leichter vermeiden. Schon der Auswahlprozess dient dem Marketing. Potenzielle Kunden werden aufmerksam gemacht und mögliche Anwender und Partner kommen zu Wort. Die Chance größeren Zuspruchs für den Preis steigt, damit auch die, weitere Sponsoren zu finden und den Wert und die Anzahl der Auszeichnungen allmählich zu erhöhen.

 

 

Bewertungskriterien und Punktesystem

 

Die Wettbewerbsteilnehmer reichen ihre Bewerbungen bis spätestens 30.09.09 nur elektronisch auf einem Formblatt ein.

Jede Bewerbung muss eine technische Kurzbeschreibung der Innovation (max. halbe DIN A-Seite), eine Auflistung der Vorteile und Nachteile gegenüber dem Stand der Technik, typische Anwendungsfälle, Referenzen mit Kommunikationsdaten sowie die exakte Firma oder Personendaten mit Anschriften, Telefon-, Faxnummer und E-Mail-Adresse enthalten.

Im Wettbewerb werden nur Bewerber berücksichtigt, die einer uneingeschränkten Veröffentlichung ihrer Angaben im Internet zustimmen und eine Erklärung abgeben, dass ihnen die Rechte an der betreffenden Erfindung oder Innovation zustehen.

 

Die Bewertungskriterien sind einheitlich für Bewerber, Jury und Öffentlichkeit.

Die Jury, Stifter und die Fördergesellschaft Erneuerbare Energien e.V. werden die Angaben der Bewerberinnen und Bewerber nicht überprüfen, jedoch nach Plausibilität beurteilen und bitten die sachkundige Öffentlichkeit, auf unrichtige Angaben beweiskräftig hinzuweisen.

Sollten Jury und Öffentlichkeit meinen, dass Bewerberinnen oder Bewerber unrichtige Angaben gemacht haben, werden sie um Auskunft gebeten. Bei verbleibendem Zweifel werden die Betreffenden von Wettbewerb ausgeschlossen.

 

 

Kriterium

Bewertung und Anzahl der Punkte

 

Wie weitreichend schätzen den Innovationswert?

BRD

2

Europa

4

Welt

8

Anzahl unterschiedlicher

Anwendungsmöglichkeiten?

Eine

2

Wenige

4

Zahlreiche

8

Wird ein Grundsatzproblem gelöst?

Wenn ja, mit welcher Häufigkeit?

Einzelfall

2

Gruppenfall

4

Branchenfall

8

Senkung des Energiebedarfs, bezogen auf den Stand der Technik

Niedrig

(ca. < 10 %)

2

Mittel (ca.

10 - 30 %)

4

Hoch

(ca. > 30 %)

8

Senkung der Treibhausgasemissionen in Kohlendixod-Äquivalenten, bezogen auf den Stand der Technik

(Beachten Sie, wegen ihres hohen Klimaschädigungspotenzials werden Einsparungen an Methan, Lachgas, Fluorkohlenwasserstoffen, Tetrafluorethan und Schwefelhexafluorid unabhängig von der Menge in den Höchstwert eingestuft. Die Prozentzahlen betreffen nur CO2.) 1)

Niedrig

(ca. < 10 %)

2

Mittel

(ca. 10 - 30 %)

4

Hoch

(ca. > 30 %)

8

Werden defizitäre, importierte und toxische Einsatzstoffe ersetzt?²)

Defizitäre

1

Importierte

2

Humantoxische

3

In welchem Entwicklungsstadium befindet sich die Erfindung /

Innovation?

Projekt

1

Muster

2

Produkt

3

Die Funktionsfähigkeit wurde

nachgewiesen

Im Experiment

2

Als

Laboranlage

4

Als betriebsfähige

Anlage

6

Sind externe Gutachten

vorhanden?³)

Je Gutachten

1

 

 

 

 

Liegt eine Patentanmeldung vor?

Wenn ja, für welche Region?

BRD

1

Europa

2

Global

3

Wie viele Monate stehen Ihnen noch bis zur Patentveröffentlichung zur Verfügung?

< 5

1

6 ... 12

2

> 12

3

Haben Sie mit dieser Innovation / Erfindung bereits Auszeichnungen erhalten?

Wenn ja, stellt sie eine Weiterentwicklung, neue Anwendung, einen neuartigen Einsatz im Verbund mit anderen dar?

Weiterentwicklung

2

Neue

Anwendung

2

Integration in neuartigem Komplex

2

Verwertungspotenzial

 

 

 

 

 

 

Marktreichweite

Regional

2

National

4

International

6

Wie viele mögliche neue Arbeitsplätze würden bei einer Serienproduktion entstehen?

< 3

2

3 ... 10

4

> 10

6

In wie vielen Monaten wird die volle Marktreife erreicht und eine Serienproduktion möglich? 4)

> 36

1

24 ... 36

2

< 24

3

Haben Sie für Ihre Innovation / Erfindung Fördermittel erhalten? 5)

Wiederkehrende Subvention

1

Einmalige Subvention

2

Keine Subvention

3

Bevorzugen Sie eine Kooperation in Berlin-Brandenburg oder einem anderen strukturschwachen Bundesland? 6)

ja

3

 

 

 

 

Mit welchen Einrichtungen arbeiten Sie zusammen?

Vertriebsunternehmen

1

F & E- Institut

2

Fertigungsbetrieb

3

Sonderbedingungen

 

 

 

 

 

 

Welche Unternehmensgröße repräsentieren Sie?

Existenzgründer

1

Start-up

2

KMU

3

Woher kommt Ihre Innovation?

Forschungseinrichtung

1

Industrie,

Gewerbe

2

Einzelperson

2

Sind Sie Mitglied der FEE und / oder ein registrierter ständiger Teilnehmer an ihren Arbeitsgruppen

AG „Vergasung von Biomasse“

1

AG „Biogene Gase – Brennstoffzellen“

1

Mitglied der FEE

2

AG „Solartechnik“

1

AG Energieeffizienz

1

Biomethan-

kuratorium

1

 

1) Umrechnungsfaktoren für Klimaschädigungspotenziale, bezogen auf Kohlendioxid siehe beigefügte Tabelle

2) Gemeint ist, dass bisher reichlich vorkommende, heimische und nichtgiftige Stoffe ersetzt werden müssen, um den höheren Gebrauchswert der Innovation zu erreichen

3) Bewertungspunkte je nach Anzahl der Gutachten

4) Volle Marktreife schließt uneingeschränkte Betriebswirtschaftlichkeit ein

5) Zum Zeitpunkt der Bewerbung bereits geltende gesetzliche Regelungen sind keine Subvention, z.B. EEG oder TASI. Als Subvention zählt nur reine finanzielle Förderung mit öffentlichen Mitteln

6) Dazu zählen Bremen, Saarland, Schleswig-Holstein und die ostdeutschen Bundesländer, einschl. Berlin

 

 

Anlage

 

Tabelle Klimaschädigungspotenziale von Treibhausgasen, bezogen auf Kohlendioxid