04.11.2020 | Berlin

 

Die EEG-Novelle befindet sich in der entscheidenden Phase – im parlamentarischen Verfahren. Der Bundestag debattiert am 27. November 2020 in zweiter und dritter Lesung über die Novellierung des Erneuerbaren Energien Gesetzes. Am 1. Januar 2021 tritt das EEG 2021 in Kraft.

Die Fördergesellschaft Erneuerbare Energie setzt sich weiterhin für bessere Rahmenbedingungen für Holzgas ein. Denn mit der nachhaltigen Produktion von Strom und Wärme kann Holzgas der Energiewende viel bieten.

 

Das sind unsere zentralen Forderungen:

 

  1. Gebotshöchstwerte steigern: Gerade im landwirtschaftlichen Umfeld benötigen kleinere Anlagen eine höhere Vergütung, um wirtschaftlich arbeiten zu können. Deswegen plädieren wir für eine Vergütungshöhe von 19,4 Cent/kWh für Anlagen bis 200 kWel.

    Was würde das für die Branche bedeuten? Als Dachverband rechnen wir mit der Realisierung von 50 Holzgas-KWK-Anlagen im Jahr, was ein Volumen von max. 10 MW bedeutet. In dieser Größenordnung hat die Erhöhung der Markprämie keinen Einfluss auf das EEG-Umlagenkonto. Dafür gibt es einen positiven Effekt für Anlagenhersteller wie uns: Wir können wieder Anlagen auf dem Heimatmarkt verkaufen, Investitionen tätigen und Arbeitsplätze erhalten. Ebenso profitieren Forstwirte von dem Absatzmarkt für das Schadholz, welches mehr und mehr durch den Klimawandel anfällt.

  2. Degression aussetzen: Gerade, weil die Wirtschaftlichkeit bei Holzgas-KWK-Anlagen so knapp kalkuliert ist, sollte nicht sofort die Degression für die Bioenergievergütung einsetzen. Erst, wenn zwei aufeinander folgende Ausschreibungsrunden überzeichnet sind, sollte das Instrument der Degression greifen.

  3. Südquote korrigieren: Die Südquote für Bioenergie sollte genauso geregelt sein wie bei der Windenergie an Land. Wenn nicht ausreichend Gebote eintreffen und die Quote damit gar nicht erfüllt werden kann, sollte die nicht bezuschlagte Leistung an Gebote aus dem restlichen Teil der Bundesrepublik vergeben werden.

  4. EEG-Umlagen-Befreiung beim Eigenverbrauch: Die Bagatellgrenze sollte auf 30 kWel erhöht werden. Damit könnten gerade Kleinbetriebe im Bereich der Holz- und Tourismuswirtschaft in die Produktion Erneuerbarer Energien einsteigen. Nicht zuletzt wären die entsprechenden Vorgaben der RED II in nationales Recht umgesetzt.